In die „Harzburger Front“ reihten sich die Deutschnationale Volkspartei, der Stahlhelm, der Reichslandbund, der Alldeutsche Verband ebenso wie Hitlers Nationalsozialistische Deutsche Arbeiterpartei ein. Sie alle wollten der bereits zerrütteten Demokratie den Todesstoß versetzen. Man kündigte einen Mißtrauensantrag gegen das zweite Kabinett Heinrich Brünings an, forderte Neuwahlen sowie die Aufhebung der Notverordnungen. Das Votum scheiterte jedoch mit Hilfe der sozialdemokratischen Stimmen. Angesichts der geballten nationalen Opposition unterstützte die SPD weiterhin die Regierung, obwohl diese nach ihrer Umbildung weiter nach rechts gerückt war.
Mit der öffentlich zelebrierten Geschlossenheit der rechten Opposition war es allerdings nicht weit her. Hitler erregte großes Aufsehen, als er nach dem Aufmarsch seiner Sturmabteilung demonstrativ die Bühne verließ, ohne die Parade des Stahlhelms abzuwarten. Diese provokative Geste zeigte: Er beanspruchte die alleinige Führung im rechten Lager.





