Die Ausstellung besticht durch ihre Dichte an Höhepunkten des antiken Kunsthandwerks. Sie stellt Zeugen vorgeschichtlicher und klassischer Kulturen von Mesopotamien über Syrien und Iran bis Griechenland und Italien prominenten Vertretern aus Mexiko, Peru und Ecuador gegenüber. Die vergleichende Gegenüberstellung hat das Ziel, die Gemeinsamkeiten und Unterschiede der Kulturkreise Alte Welt und Neue Welt aufzuzeigen. Marcel Ebnöther erhoffte sich, durch das vergleichende Studium die Menschen und ihre Verhaltensweisen besser verstehen zu können. Die Ausstellung präsentiert Fundstücke zu neun Themenkreisen: Kriegswesen, das Verhältnis von Mensch und Tier, Idole, Grabriten, Schrift, Musik, Bildnisse, Masken sowie Schmuck. Die Musikabteilung gehört wahrscheinlich zu den umfangreichsten ihrer Art und beinhaltet unter anderem die wahrscheinlich größte heute bekannte antike Panflöte. Auch die Abteilung über das Kriegswesen kann auf eine Besonderheit verweisen: Erstmals werden die sieben königlichen Zeremonialgefäße aus dem Grab des jung verstorbenen urartäischen Prinzen Inušpua, der im 9. vorchristlichen Jahrhundert in der heutigen Türkei gelebt hat, gemeinsam gezeigt.





