Seine plötzliche Popularität, die ihm eine Stelle als Hofmathematiker in Florenz eintrug, hatte der Astronom der Erfindung des Teleskops durch den Niederländer Jan Lippershey zu verdanken. In seiner Werkstatt fertigte Galilei eigene Fernrohre, die er in hoher Stückzahl verkaufte. Als er im Jahr 1611 Rom besuchte, eilte ihm sein Ruf als Wissenschaftler und – fälschlicherweise – Erfinder des Teleskops bereits voraus. Vor allem jesuitische Gelehrte begeisterten sich für die Entdeckungen – Galilei wurde zum Mitglied der „Accademia dei Lincei“ ernannt. Schließlich erhielt er am 1. April 1611 eine Audienz bei Papst Paul V., der selbst ein Freund der Naturwissenschaften war.
Zum Verhängnis wurden Galilei in seinem Inquisitionsprozeß Jahre später denn auch weniger seine Arbeiten zum Heliozentrismus, sondern seine Weigerung, seine Forschungsergebnisse lediglich als wissenschaftliche Hypothesen zu bezeichnen.





