Viele Athener ließen die Begründung, die Rettung habe ein aufkommender Sturm verhindert, nicht gelten. Gegen das Gesetz wurden alle acht Feldherren als Gruppe vor Gericht gestellt, statt die Fälle einzeln zu verhandeln. Man gewährte ihnen auch nicht die vorgeschriebene Redezeit. Am Abend des ersten Verhandlungstages feierten die Athener ein Fest, bei dem die Ankläger angebliche Verwandte der Opfer auftreten ließen. Endgültig wandte sich die Stimmung gegen die Befehlshaber am nächsten Prozesstag. Ein Mann trat auf, der behauptete, sich auf einer Mehltonne aus der Schlacht gerettet zu haben und eine letzte Botschaft der Schiffbrüchigen zu überbringen: Die Mörder der Vaterlandsverteidiger müssten sterben.
Auf den Widerstand der 50 Richter hin, so der Historiograph Xenophon, tobte die Menge: Das Volk sei der Souverän und müsse somit tun können, was es wolle. Bis auf Sokrates gaben alle Richter nach, da man sogar ihnen mit Klagen drohte. Die Feldherren wurden verurteilt und hingerichtet. Ihrer erfahrenen Marinekommandanten beraubt, verloren die Athener bald darauf die nächste Schlacht.





