Besonders einflussreich aber waren einige Fürstinnen. Katharina von Sachsen etwa überzeugte ihren altgläubigen Ehemann Heinrich den Frommen vom neuen Glauben, während Elisabeth von Calenberg-Göttingen als Regentin für ihren minderjährigen Sohn in ihrem Territorium die Reformation durchsetzte. Mit ihrem Einsatz für das Evangelium setzten diese Fürstinnen sich oft in Widerspruch zu ihrem altgläubigen Umfeld und gerieten nicht selten in Gefahr. Ihnen konnten, wie etwa Elisabeth von Brandenburg, der Ehefrau des Luther-Gegners Joachim I., im konfessionellen Streit Kerkerhaft oder Verbannung drohen. Es waren also keineswegs nur die Fürsten, sondern auch einige Fürstinnen, die entscheidend die Durchsetzung der Re‧forma‧tion beförderten. In der frühen Phase der Reformation gelang es diesen Frauen, ihre aus intensiver Bibellektüre gewonnene Glaubensüberzeugung zu neuen Handlungsspielräumen zu nutzen und sie zu einem öffentlich wirksamen Machtfaktor werden zu lassen. …
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Dr. Heike Talkenberger





