Im Mittelalter entstand eine Form des Geldwesens, die lange nachwirkte. So führte Karl der Große im Frankenreich ein Münzsystem ein, das auf einem einheitlichen Silberpfennig beruhte. Dieser Pfennig (auch Denar genannt) war die einzige geprägte Münze, für die man sich zu Karls Zeiten rund 30 Kilogramm Mehl kaufen konnte.
Der Pfennig war Teil eines Rechensystems, das antiken Vorbildern folgte: 1 Pfund = 12 Solidi (Schillinge) = 240 Denarii (Pfennige). Karls Initiative würde man heute einen Game Changer nennen: Seine Innovation prägte das Währungssystem Westeuropas bis zur Einführung des Dezimalsystems im 19. Jahrhundert – in Großbritannien fand diese Ablösung sogar noch später statt.





