Ein belastender Brief offenbarte, dass sein Freund Katte in das Unternehmen eingeweiht gewesen war. Als Mitwisser wurde er deshalb ebenfalls inhaftiert und vor das Kriegsgericht gestellt. Wegen Desertion wurde Katte zu lebenslanger Festungshaft verurteilt, doch zeigte sich der König damit nicht einverstanden. Am 1. November 1730 wandelte er deshalb den Spruch selbst in ein Todesurteil um, begleitet von den Worten „Es geschehe Gerechtigkeit, und gehe die Welt darüber zugrunde“. Am 6. November wurde der 26-jährige Katte in der Festung Küstrin enthauptet. Friedrich hatte zwar nach dem Willen des Vaters zuschauen sollen, doch ist dies, so die Forschung, nicht wirklich geschehen – er soll zuvor ohnmächtig geworden sein. Friedrich selbst wurde für einige Monate in Festungshaft gehalten. Zeitweise schien sogar sein Status als Thronfolger bedroht. 1732 wurde er rehabilitiert.





