Deshalb finden sich unter den mehr als 170 Exponaten nicht nur Symbole für konkrete Epochen des Reisens (wie z.B. das Rollermobil BMW Isetta aus den 1950er Jahren für die Urlaubsbegeisterung der Nachkriegszeit), sondern auch eine Vielzahl an Reiseliteratur, Postkarten und Andenken. Außerdem wird die Entwicklung des modernen Tourismus nachgezeichnet, weswegen auch Reiseführer und historische Werbeplakate zu sehen sind. Bei den Exponaten handelt es sich größtenteils um Leihgaben anderer Museen und Archive.
Ein bestimmter „wundervoller Ort“ als Reiseziel – so zumindest der US-amerikanische Schriftsteller Henry Wadsworth Longfellow beim späteren Schwelgen in Urlaubserinnerungen –wird in der Ausstellung besonders prominent in Szene gesetzt. Es handelt sich, angesichts des Ausstellungsortes vielleicht wenig überraschend, um Heidelberg.
Abschließend setzt die Ausstellung einen Kontrapunkt zum Reisen in die Fremde, indem sie sich der Frage nach dem Sich-Zuhause-fühlen widmet. In diesem Rahmen sind Arbeiten des zeitgenössischen Künstlers Stefan Strumbel zum Thema Heimat zu sehen.
Die Ausstellung „‚Reiselust‘ – Vom Pilger zum Pauschaltourist“ ist vom 6. März bis 12. Juni 2016 im kurpfälzischen Museum der Stadt Heidelberg zu sehen.





