Tatsächlich war Anita Nachtigall keine Kollegin der Angestellten der Leuna-Werke, sondern Protagonistin einer im Auftrag des Fernsehens der DDR hergestellten vierteiligen Filmreihe von Frank Beyer beziehungsweise des dem Film zugrundeliegenden Romans von Eberhard Panitz. „Die sieben Affären der Doña Juanita“ ist die Geschichte einer Architektin, die im norddeutschen Dobbertin ein Kraftwerk und eine Stadt plant, ihre geliebte Stelle im Baukombinat aber kündigen möchte, weil ihr die vielen Gerüchte über ihr vermeintlich ausschweifendes Liebesleben zu viel werden: Im Werk beschäftigte Frauen hatten sich etwa bei der Betriebsleitung beschwert oder Nachtigalls Beziehungsleben in Wandzeitungen thematisiert. Da die Betriebsleitung die Mitarbeiterin schätzt, beauftragt sie den Sicherheitsinspektor des Betriebs mit der Klärung dessen, was sich hinter den Gerüchten um die Angestellte verbirgt – mit dem Ziel, diese zu beenden und die Mitarbeiterin von der Kündigung abzubringen.





