Die Gesetze legitimierten und unterstützten den Aufbau von „Encomiendas“, großen Landgütern im Besitz der Krone, auf denen die Indios für einen Encomendero (Kolonialherrn) arbeiten sollten. Die Gesetze betonten, dass die Indios keine Sklaven der Encomenderos seien und diese keine Gewalt über sie ausüben dürften. Die Indios durften auch nicht für den privaten Handel oder für andere ökonomische Interessen missbraucht werden, so der Gesetzestext. Den Kolonialherren oblag die Christianisierung der indigenen Bevölkerung. Doch die breite Missachtung der Gesetze von Burgos und die nach wie vor praktizierte Versklavung von Indios in den Encomiendas machte nach zahlreichen Protesten gegen die Missstände im Jahr 1542 die Verabschiedung neuer Gesetze („Leyes Nuevas“) notwendig – die ihrerseits oft nur geringe Wirkung entfalteten.





