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RezensionRezensionen

Gewaltgemeinschaften durch die Epochen

Ein Blick auf die Weltlage zeigt: Krieg und Gewalt scheinen allgegenwärtig zu sein. Das solide Buch des Historikers Alexander Querengässer stimmt wenig hoffnungsvoll, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird. Sein großer Überblick über die Kriegsgewalt von der Antike bis in die Zeitgeschichte hebt sich von anderen D…

Gewaltgemeinschaften durch die Epochen
Ein Blick auf die Weltlage zeigt: Krieg und Gewalt scheinen allgegenwärtig zu sein. Das solide Buch des Historikers Alexander Querengässer stimmt wenig hoffnungsvoll, dass sich dies in naher Zukunft ändern wird. Sein großer Überblick über die Kriegsgewalt von der Antike bis in die Zeitgeschichte hebt sich von anderen Darstellungen ähnlichen Zuschnitts durch eine tendenziell globale Perspektive sowie einen streng systematischen Aufbau ab. Zudem fokussiert er nicht nur Staatenkriege, sondern auch innergesellschaftliche, kollektive Gewalt.
Autor
Redaktion
29. Mai 2026
Lesezeit
1 Minute
Rubrik
Rezensionen

Ausgehend von dem Begriff der „Gewaltgemeinschaft“ beleuchtet Querengässer folglich nicht nur Armeen, sondern auch von Warlords geführte Banden, Terroristen oder paramilitärisch organisierte Gruppen in lateinamerikanischen Drogenkriegen. So entsteht ein breites Panorama, das Ursachen und Abläufe von Kämpfen, transkulturelle Konflikte oder das Verhältnis von Militär und Zivilbevölkerung ebenso betrachtet wie die kulturelle Verarbeitung von Kriegsgewalt in verschiedenen Medien. Der systematische Aufbau hilft, nicht in einer endlosen Fülle grausamer Details unterzugehen. Das Ergebnis ist düster, denn trotz oder wegen allen Wandels im Laufe der Geschichte: Kriegsgründe gingen den menschlichen Gesellschaften nie aus.

Rezension: Dr. Sebastian Rojek

Alexander Querengässer
Gewalt
Eine Kulturgeschichte des Krieges
BeBra Verlag, Berlin 2025, 463 Seiten, € 30,–

Rezension
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