Der Besucher wird zunächst mit den wichtigsten Entwicklungen in Wien vertraut gemacht. 1873 befand sich die Stadt an der Donau auf dem Höhepunkt einer Phase wirtschaftlichen Aufschwungs. Das „neue“ Wien der opulenten Ringstraßen-Bauten war entstanden, das Besitzbürgertum strebte nach exquisiten Waren und ostentativem Konsum. Fortschrittsoptimismus regierte. Doch das war nur die eine Seite: Auch Zuwanderung und Industriearbeiterschaft wuchsen, mit ihnen Armut und Wohnungsnot.
Der zweite Schwerpunkt ist die Weltausstellung. Sie war die erste, die nicht in London oder Paris stattfand, und die bis dahin größte. Bilder zeigen das Gelände auf dem Prater mit dem Weltausstellungspalast und seiner 80 Meter hohen Rotunde, die zu einem Wahrzeichen Wiens wurde. Zahlreiche Exponate der damaligen Schau sind in der Ausstellung zu sehen. Die Weltausstellung bezeichnete jedoch zugleich das Ende des Wirtschaftsbooms: Die Wirtschaftskrise folgte unmittelbar nach der Eröffnung.





