In der ersten Hälfte des 18. Jahrhunderts wurde die Kirche barockisiert und der Turm wurde massiv erhöht, was letztlich zu seinem dramatischen Einsturz führte. Eine kostbare Monstranz, Pläne und Fotografien, ein historisches Modell des alten Turms sowie des ehemaligen Kreuzaltars geben eine Vorstellung der barocken St. Jakobskirche.
Der Einsturz des Turms machte einen kompletten Neubau erforderlich. Nach vielfältigen Überlegungen entschied man sich für einen Bau im neoromanisch-italienischen Stil nach Entwürfen des königlichen Baubeamten Karl Bernatz. Dieser wurde ab 1871 realisiert. Bauliche Vorbilder lassen sich etwa in der Kirche San Zeno in Verona vermuten.
Das Bildprogramm von St. Jakob, geschaffen von Ferdinand Wagner (1819-1881), war einst ein Gesamtkunstwerk, überaus prächtig in seiner Farbigkeit und ornamentalen Einbindung. In den 1950er Jahren wurden die Fresken jedoch bedauerlicherweise mit einem Strichraster übermalt und teilweise zerstört. Ein Anliegen der Ausstellung ist es, die Schönheit der ursprünglichen Freskierung anhand von Entwürfen und historischen Fotografien wieder aufleben zu lassen. Das eindrucksvolle Selbstporträt Wagners, seine Zeichnungen und Entwürfe, weitere Modelle der Kirche sowie kostbare liturgische Gewänder und Geräte runden die Präsentation ab.





