So kann man im Hampton Court Palace einen Doppelgänger des von 1714 bis 1727 regierenden Königs Georg I. treffen und dabei etwas über die Musik, den Kleidungsstil und die Essgewohnheiten der Zeit erfahren. Im Kensington Palace widmet man sich hingegen dem Nachfolger Georgs I., Georg II. (1727-1760), und dessen Frau Caroline. Vor allem die intellektuellen und kulturellen Errungenschaften der Zeit rücken hier in den Fokus. Daneben werden aber auch private Streitigkeiten inszeniert. Der Besucher kann der morgendlichen Einkleidung der Königin durch die Geliebte des Königs, Henrietta Howard, beiwohnen – Reibereien inklusive. Im Kew Palace werden schließlich die Jugendjahre Georgs III., dem ersten in England geborenen Hannoveraner, in Szene gesetzt.
Trotz der populären Ausrichtung der Veranstaltungen sei es das erklärte Ziel der Veranstalter, so die Chef-Kuratorin Lucy Worsley, die „Georgian kings“, für die sich die breite Öffentlichkeit bisher kaum interessiere und die daher zu einer Fußnote der britischen Geschichte degradiert wurden, den Briten wieder ins Gedächtnis zu rufen. Auch das aktuelle DAMALS-Heft 05/2014 widmet Hannovers Herrschern auf Englands Thron daher das Titelthema.





