Obwohl die Altertumswissenschaften und die Archäologie in einer weltweit einmaligen Breite vertreten sind, fehlt in Deutschland bisher eine kompetente und koordinierende Institution, um zentrale Qualitäten wie Austauschbarkeit, langfristige Verfügbarkeit und Nachnutzbarkeit zu gewährleisten. Dem DAI wurde nun eine Schlüsselfunktion in diesem Bereich zuerkannt, weil es mit seinen Forschungsprojekten auf allen 5 Kontinenten national und weltweit vorzüglich vernetzt ist sowie insbesondere in der Kooperation mit der Universität zu Köln bereits wichtige Schritte zum Aufbau eines solchen Zentrums eingeleitet hat. Im April 2011 konnte in die gemeinsame Objektdatenbank Arachne der 1 Millionste Datensatz eingespeist werden.
Mit dem geplanten Kompetenzzentrum wird eine Grundlage geschaffen für eine qualitative Steigerung von Forschungsdaten. Immer komplexer werdende Fragestellungen der Altertumswissenschaften können neu beantwortet, eine erhöhte Sichtbarkeit von Ergebnissen im Internet erreicht, aber auch die Interdisziplinarität der Forschung verbessert werden.
In der ersten Projektphase erfolgt eine substantielle Bestands- und Bedarfsanalyse bereits bestehender vergleichbarer Zentren z.B. in den Niederlanden oder Großbritannien. Darauf aufbauend soll in der zweiten Projektphase die Organisationsstruktur für das Kompetenzzentrum entwickelt werden. Die DFG bewilligte dazu zwei Stellen für jeweils drei Jahre sowie weitere Mittel für Unterarbeitsgruppen.
Antragsteller sind neben dem DAI das von der DFG geförderte Exzellenzcluster TOPOI (Berlin), die Berlin-Brandenburgische Akademie der Wissenschaften, die Antikensammlung SMB, das Rechenzentrum der Universität Köln, die SUB Göttingen, der Verband der Landesarchäologen der Bundesrepublik Deutschland, das Curt-Engelhorn-Zentrum Archäometrie in Mannheim sowie Graduiertenschule “Human Development in Landscapes” der Universität Kiel (Exzellenzinitiative).





