Obwohl die Hintergründe der drei gezeigten Künstler unterschiedlicher nicht sein könnten, lassen sich deutliche Parallelen zwischen den Arbeiten aus Goyas weltberühmten Serien der Los Caprichos und der Los Desastres de la Guerra, mit denen er die politischen und sozialen Missstände im Spanien zur Zeit des Unabhängigkeitskrieges anprangerte, und den scharfen politischen Karikaturen Daumiers aufzeigen, mit denen dieser als republikanischer Pressezeichner im Frankreich unter Louis-Philippe für Furore sorgte.
Die schonungslose Direktheit der Darstellungen erfährt durch die gewaltigen Monumentalwerke des Chinesen Yongbo Zhao ihre Übertragung in die Gegenwart. Inspiriert von seinen Vorgängern Goya und Daumier kreiert Zhao in seinen faszinierenden Bilderwelten eine grotesk-fantastische Welt, die das maoistische China, politische Machtverhältnisse, den Klerus aber auch die bayerische Lebensart einer ironisch-kritischen Beleuchtung unterzieht. Yongbo Zhao, in seiner Heimat als Staatskünstler gefeiert, steht damit in einer Tradition mit den Provokateuren Goya und Daumier.





