Anhand von über 160 Grafiken sowie Fotografien, Büchern und Dokumenten veranschaulicht die Präsentation die nationalsozialistische Kunstpolitik, die zur Entstehung der Grafiksammlung geführt hatte. Sie ist das Ergebnis jahrelanger Recherchen, an deren Anfang die systematische Suche nach unrechtmäßig erworbenen Kunstwerken stand. Dabei wurden umfangreiche Erkenntnisse über die ursprüngliche Konzeption der Sammlung entlang von völkischen und rassistischen Leitlinien und zum Zweck der Propaganda gewonnen. Interessant ist, dass die Nationalsozialisten nicht nur Werke von „Kriegsmalern“ und bedingungslosen Befürwortern einer Blut-und-Boden-Ideologie angekauft hatten, sondern auch Werke von Künstlern, die politisch verfolgt wurden. Die Ausstellung, die keinesfalls nur waffenstarrende Krieger und idyllische Landschaftsbilder zeigt, gewinnt ihren Reiz auch dadurch, dass sie die Geschichten erzählt, die hinter den Werken stehen.





