Das Meisterwerk der Spätgotik zählt zu den umfangreichsten und künstlerisch hervorragendsten Passionszyklen der altdeutschen Malerei. Hans Holbeins eigenwillige Interpretation der Leidensgeschichte Christi entstand zwischen 1494 und 1500 und hebt sich besonders durch den formal beruhigten Aufbau seiner Bilder und die Eindringlichkeit seiner physiognomischen Gestaltung von anderen Passionsfolgen ab.
Die schon im Namen der “Grauen Passion” anklingende farbliche Gestaltung ist beispiellos innerhalb der gesamten europäischen Altarmalerei. Holbeins subtiles monochromes Kolorit lenkt den Blick des Betrachters auf das wesentliche Geschehen im Bild, das durch intensiv leuchtende Farbpartikel zusätzlich betont wird.





