Mit der Errichtung römischer Provinzen in Germanien vor rund 2000 Jahren wurde zugleich der Grundstein für unsere moderne Esskultur gelegt: Um nicht auf die gewohnten Delikatessen verzichten zu müssen, bauten die weitab ihrer Heimat lebenden Römer im niederrheinischen Gebiet Gewürze, Gemüse und Obst an oder importierten – unter anderem aus dem Mittelmeerraum – reichlich Nahrungsmittel wie Olivenöl, Wein, Feigen sowie Datteln. Infolgedessen verschmolzen regionale und mediterrane Essgewohnheiten zu einer „grenzenlosen“ Gaumenfreude.
Mittels neuer archäobotanischer Forschungsergebnisse, jüngst ausgegrabener Funde aus dem LVR-Amt für Bodendenkmalpflege sowie Antiken aus dem LVR-Landesmuseum Bonn und dem Römisch-Germanischen Museum Köln verdeutlicht die Ausstellung „Grenzenlose Gaumenfreuden“ am Beispiel der Colonia Claudia Ara Agrippinensium (Köln) und ihrer Umgebung, dass sich am Niederrhein bereits vor 2000 Jahren eine „verfeinerte Esskultur“ durchgesetzt hat.
Doch wird dem Besucher nicht nur ein Einblick in das zivile Dasein gewährt; auch widmet sich die Ausstellung der Frage, wie sich die Soldaten, die stets eine hohe physische Leistung zu erbringen hatten, ernährt haben mögen.
Um die Ausstellung für alle Sinne erlebbar zu machen, wird es eine Menge zum Anfassen, Ausprobieren, Sehen und Hören geben.





