Diese Konzerne (die niederländische Royal Dutch Shell, die British Petroleum und fünf US-Firmen) hatten in einer Art vorweggenommener Globalisierung die wirtschaftliche Dominanz eines Quasi-Kartells errungen � und bewiesen bei aller kapitalistischen Konkurrenz eine Kooperationsbereitschaft, die ihnen den Spottnamen �Seven Sisters� einbrachte. Sie strichen große Profite ein, drückten den Ölpreis ständig � und spielten die Förderländer gegeneinander aus.
So war die Gründung der OPEC ein entwicklungspolitisch wichtiger Schritt: Vom 10. bis zum 14. September 1960 trafen sich Vertreter aus Irak, Iran, Kuwait, Saudi-Arabien und Venezuela in Bagdad. Dort wurde die �Organization of Petroleum Exporting Countries� gegründet. In den Anfangsjahren zeigten sich die Öl-Konzerne unbeeindruckt von den �Resolutionen� der OPEC zum Stop des Preisverfalls. Doch mit den Ölkrisen der 1970er Jahre brach die große Zeit der Organisation an, sie wurde zum gleichrangigen Gegenspieler. Heute sind elf Staaten Mitglied der OPEC, die eine feste Größe in einer globalisierten Welt geworden ist.





