Der mächtige Sandsteinblock von etwa einer Dreiviertel Tonne wurde im Juli 2010 bei den Ausgrabungen vor dem Roten Rathaus entdeckt. Er lag im überraschend gut erhaltenen Kellergeschoss des mittelalterlichen Rathauses, jedoch innerhalb einer eingebrachten Schuttfüllung. Die Form des ausgehöhlten und mit einer Steinplatte verschlossenen Steinquaders spricht dafür, dass es sich um einen neuzeitlichen Grundstein handelt. Wahrscheinlich befand er sich ursprünglich im Fundament des barocken Rathausflügels an der Spandauer Straße, der zwischen 1692 und 1695 unter der Leitung Johann Arnold Nerings entstanden war. Beim Bau des Roten Rathauses wurde derselbe in den 1860er Jahren abgetragen, wobei man wahrscheinlich den Stein entdeckte. Nach Entfernung seines Inhalts entsorgte man den störenden Brocken im Keller des mittelalterlichen Rathauses neben der Baugrube für den Neubau.





