Um den Versuch, die Dimensionen der Gewaltherrschaft zu begreifen, geht es auch in der Ausstellung „Gulag. Spuren und Zeugnisse 1929 –1956“, die „Memorial“ Moskau und die Stiftung Gedenkstätten Buchenwald und Mittelbau-Dora in Kooperation mit der Stiftung Schloss Neuhardenberg erarbeitet haben. Nach Neuhardenberg wird sie vom 20. August bis zum 21. Oktober im Schiller-Museum Weimar gezeigt. Anhand von Biographien und Zeugnissen ehemaliger Häftlinge, aber auch einiger Täter werden auf nur 400 Quadratmetern Lebensschicksale erzählt und materielle Hinterlassenschaften präsentiert: Lagerkunst, Brotsäckchen, Kleider, Kreuze … – „Die Dinge“, so der Historiker Arseni Roginski, „schweigen nur, solange die Menschen es tun.“ Der informative Ausstellungskatalog ist im Wallstein Verlag (Göttingen) erschienen.





