Gustav Adolfs Persönlichkeit war geprägt durch ein geradezu universales Wissen, das ihm durch eine sorgfältige Erziehung vermittelt worden war. Neben den lateinischen Klassikern studierte Gustav Adolf das Griechische ebenso wie moderne Fremdsprachen. Schon von Kindesbeinen an war er mit dem Deutschen ebenso gut vertraut wie mit dem Schwedischen; und an seinem Lebensende soll Gustav Adolf insgesamt acht lebende Sprachen beherrscht haben.
Dass Gustav II. Adolf den Tod in der Schlacht fand, ist kein Zufall gewesen: Gegen den Rat seines Reichskanzlers Axel Oxenstierna kämpfte der schwedische König stets an vorderster Front. Das war einerseits ein Grund für seinen militärischen Erfolg, andererseits barg dieses Engagement unkalkulierbare Risiken.
Die landläufige Meinung, dass es religiöse Gründe gewesen seien, die Gustav II. Adolf dazu veranlasst hätten, in den Dreißig-jährigen Krieg einzugreifen, kann so nicht stehen bleiben. Zwar wurde der Schwedenkönig in Flugblättern zum Retter des deutschen Protestantismus stilisiert, doch davon ist im eigenen Kriegsmanifest Gustav Adolfs keine Rede. Stattdessen werden politische und wirtschaftliche Gründe ins Feld geführt.
Aus heutiger Sicht kurios erscheint der Anspruch des Schweden, in der Nachfolge der gotischen Herrscher der Völkerwanderungszeit zu stehen.





