Dabei gehe es auch um Faktoren wie Alter, Bildungsgrad, Beruf, politische Orientierung oder Motiv der Ausreise oder Flucht und deren Bedeutung für den Integrationsprozess. Welche Auswirkungen hatten beispielsweise die Umstände des Verlassens der DDR – Flucht über Grenzen, Freikauf oder Nicht-Rückkehr von Besuchsreisen? Welchen Einfluss hatten die Dauer des Aufenthalts in den Aufnahmelagern und der Zugang zu staatlichen Integrationshilfen darauf, wie gut die Zuwanderer den Neustart im Westen bewältigten?
Kontinuität und Wandel stehen im Vordergrund der deutsch-deutschen Integration. Marienfelde in West-Berlin war bis zum Mauerbau erster Anlaufpunkt für Flüchtlinge und Zuwanderer, danach verschob sich der Schwerpunkt nach Gießen. Anhand dieser zwei Orte in West-Berlin und Westdeutschland sollen Gemeinsamkeiten und Unterschiede im Integrationsprozess aufgezeigt werden. Die VolkswagenStiftung fördert das Gießener Teilprojekt „Die Integration von DDR-Zuwanderern in Hessen 1949-1989“ mit 188 000 Euro im Rahmen der Förderlinie „Forschung in Museen“. Insgesamt stellt sie für das Forschungsvorhaben 526 800 Euro bereit.





