Ursprünglich als Wohn-enklave für britische Soldaten und deren Familien gedacht, übernahm die Stadt Hamburg von der britischen Regierung die Fundamente und baute die acht– bis 14-geschossigen Hochhäuser weiter. Die ersten bezugsfertigen Appartements waren 1951 jedoch nur für den gehobenen Mittelstand erschwinglich. Die Namen von berühmten Schauspielern fanden sich daher ebenso an den Türen wie diejenigen von Lokalpolitikern oder Professoren. Ein Arbeiter mit einem durchschnittlichen Monatslohn von 270 Mark musste sich hingegen bei einer Kaltmiete von 66 Mark für eine 52 Quadratmeter große Zweizimmerwohnung sehr einschränken, um sich den „Wunschtraum Grindelwohnung“ zu erfüllen. Bis weit in die 1950er Jahre hinein blieb die allgemeine Wohnungsnot vielerorts ein drängendes Problem. Die Grindelhochhäuser, deren letztes 1956 fertiggestellt wurde, verringerten es zumindest für Hamburg ein wenig.





