Der Systemkampf zwischen Kapitalismus und Kommunismus verschärfte sich in den 1950er Jahren jedoch zunehmend, was sich auch bei den Nationalsymbolen bemerkbar machte. Am 1. November 1955 trat das Gesetz über das Staatswappen und die Staatsflagge der DDR in Kraft. Als Sinnbild des Arbeiter-und-Bauern-Staates wurden Hammer, Ährenkranz und Zirkel ins Staatswappen integriert. Mit diesen neuen Symbolen wollte sich die DDR dezidiert von der BRD absetzen. 1959 wurde das Staatswappen offiziell in die Flagge integriert. Nun hatten die beiden deutschen Staaten keine gemeinsame Flagge mehr. Und auch dies gehört zur Geschichte der Flagge: Als am 9. November 1989 die Mauer fiel und der Ruf „Wir sind das Volk“ erscholl, wehten auch schwarz-rot-goldene Fahnen mit einem Loch in der Mitte: Das Staatswappen der DDR war von einigen aus den Flaggentüchern herausgeschnitten worden.





