Immerhin, viele Darstellungen stimmen in wesentlichen Punkten überein, und so ent‧wickeln die Autoren einen sehr ansprechenden Durchgang durch die wechselnden Kleidermoden von Homer bis ins 5. Jahrhundert v. Chr. Geometrische Muster, variantenreiche Schmuckborten, verzierte Gewandfibeln und Gürtel, leuchtende Farben und raffinierter Faltenwurf zeigen sehr deutlich, dass Frauen auch dieser frühen Zeit hohe Kreativität entwickelten, um sich zu schmücken. Dahinter stehen aber auch soziale und wirtschaftliche Aspekte. Welche technischen Voraussetzungen braucht die Stoffherstellung, und wie diente Kleidung der sozialen Integration bzw. der Ausgrenzung? Auch hierauf gehen die Autoren ein. Manche Kreation wie das fließende Delphos-Kleid aus dem 6. Jahrhundert v. Chr. begeisterte übrigens um 1910 so sehr, dass man es nachahmte.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





