Beträchtliche Einflussmöglichkeiten auf die Politik besaß die Kaiserin – als Ratgeberin, bei der Besetzung von Ämtern, am meisten als Statthalterin oder Regentin für den minderjährigen Thronaspiranten wie die drei genannten Herrscherinnen. Der Autor schildert farbig die wechselvollen Geschicke seiner Protagonistinnen zwischen Macht und Ohnmacht. Ein Manko des Buchs ist allerdings, dass es zugunsten einer flüssigen Darstellung keinerlei wissenschaftliche Kontroversen aufgreift oder quellenkritische Beurteilungen vornimmt, ja, der Leser erfährt noch nicht einmal, auf welche Quellen sich der Autor stützen kann. So gerät aus dem Blick, dass der Zugang zum Mittelalter kein unmittelbarer ist und unser Bild von dieser Epoche immer eine Konstruktion sein muss.
Rezension: Dr. Heike Talkenberger





