Die Ausstellung „Das stille Örtchen“ im Schwetzinger Schloss greift vor diesem Hintergrund durchaus ein Thema von großer Bedeutung auf, nur eben nicht vor dem aktuellen, sondern vor dem historischen Hintergrund. Mit der viel beachteten Ausstellung haben sich die Staatlichen Schlösser und Gärten Baden-Württemberg eines Themas angenommen, das bisher kaum bearbeitet war – geschweige denn je in einer Ausstellung gezeigt wurde. Umso größer sind die Überraschungen, die man beim Besuch im Schwetzinger Schloss erlebt. Beim Gang durch Jahrtausende der Geschichte unseres Alltags und unserer ganz privaten Gewohnheiten und Rituale entdeckt man immer wieder Neues und Verblüffendes. Der Schwerpunkt der Schau liegt dabei auf der höfischen Kultur des 17. bis 19. Jahrhunderts; viele Exponate stammen aus den Schlössern der Kurpfalz.
Am Welttoilettentag wird der Kunsthistoriker Wolfgang Schröck-Schmidt um 11 Uhr in einer besonderen Führung mit dem Thema „Wohin mit den ‚Haimlichkeiten’?“ auf die Hygienevorstellungen bei Hofe und ihre Folgen eingehen.





