Die umfangreiche Ausstellung im Schwäbischen Volkskundemuseum Oberschönenfeld (Landkreis Augsburg) anlässlich des Klosterjubiläums veranschaulicht mit hochkarätigen, teilweise noch nie gezeigten Schätzen die wechselhafte Geschichte des Oberschönenfelder Konvents. Schwerpunkte sind das Mittelalter, der Barock, in dem das Kloster in voller Blüte stand, und die Sicherung des Fortbestands nach der großen Zäsur der Säkularisation.
Neben der bewegten Ordensgeschichte bietet die Ausstellung Einblicke in den modernen Alltag und die Aufgaben der Klosterfrauen heute, zeigt grundsätzliche Aspekte des Klosterlebens und fragt nach dem “Wagnis des Glaubens”: Wer lebt im Kloster und warum? Wie verläuft ein Tag, wie verläuft ein Leben in der Klausur? Darauf verweist der Titel “Hier steht der Himmel offen”, frei nach der Inschrift auf einem historischen Sprechgitter im Konventbau: “Ecce aperti sunt coeli – Siehe, die Himmel wurden eröffnet” (Mt 3,16).
Ein eigener Raum ist der barocken Bildausstattung des Klosters Oberschönenfeld gewidmet. Zu sehen ist eine Auswahl von Gemälden und Skulpturen aus den Konventräumen. Sie geben in einer eindringlichen Bildsprache teils zeittypische, teils ordensspezifische Themen wieder. Somit bieten sie Einblicke in die Spiritualität der Zisterzienserinnen und den geistigen Austausch der Klöster untereinander. Noch heute sind die Schwestern ständig von Bildern umgeben, die wohl teilweise auch von Oberschönenfelder Nonnen geschaffen wurden.
Führungen, ein umfangreiches Vortragsprogramm, Workshops, Spezialangebote für Schulklassen und für Kinder, eine Filmvorführung mit Podiumsdiskussion, eine Sternwallfahrt und ein Konzert bilden den vielfältigen Rahmen rund um die Jubiläumsausstellung. Zur Ausstellung erscheint ein Begleitband sowie ein Rätselbogen für Kinder: “Mit Klosterkater Bernhard durch die Ausstellung”.





