Die Ausstellung umfasst künstlerische Schätze von der Renaissance bis ins 20. Jahrhundert. Zu sehen sind unter anderem Werke von Leonardo da Vinci, Raffael, El Greco, Rubens, Goya, Manet, Monet, Schiele, Gauguin und Picasso. Einer der Höhepunkte der Ausstellung ist die so genannte Esterházy-Madonna aus dem Jahr 1508. Sie gilt als eines der bekanntesten Meisterwerke Raffaels und als Prunkstück der Esterházy-Sammlung.
Die Royal Academy of Arts zeigt die Kunstwerke in chronologischer Reihenfolge, wobei die einzelnen Abschnitte in sich noch einmal thematisch unterteilt sind. So betont die Ausstellung die Vielfalt der präsentierten Kunst. Zu sehen sind religiöse und mythologische Motive, Landschaftsbilder und Porträts. Die Kunstwerke stammen aus ganz Europa. Neben bedeutsamen Skulpturen und Bildern aus der italienischen Renaissance zeigt die Ausstellung auch Werke deutscher und niederländischer Meister wie Lucas Cranach und Maarten van Heermskerck. Die französische, flämische und spanische Kunst ist ebenso reichlich vertreten. Und auch britische, mit der Royal Academy verbundene Künstler wie Sir Joshua Reynolds fehlen nicht. Das Herzstück der Ausstellung bildet schließlich eine Sammlung von über 80 Zeichnungen Alter Meister, darunter Leonardo da Vinci und Albrecht Dürer.
Da die Exponate aus dem Fundus der Top-Museen Ungarns stammen, wird es folgerichtig auch ungarische Kunstwerke zu bewundern geben. Gleich zu Beginn der Ausstellung steht der Sankt-Andreas-Altar von Liptószentandrás, ein Meisterwerk der ungarischen Holzschnitzkunst aus dem Jahr 1512. An dessen Beispiel soll auch der Austausch der ungarischen Kunst mit anderen Teilen Europas verdeutlicht werden.
Zwischen den beiden großen ungarischen Museen, aus denen die Leihgaben für die Londoner Ausstellung stammen, herrscht eine klare Aufteilung: Während das Museum für Bildende Künste internationale Kunstwerke ausstellt, ist die Ungarische Nationalgalerie ausschließlich ungarischer Kunst gewidmet.
Das Museum der Bildenden Künste ist zudem das größte Kunstmuseum Ungarns und beherbergt eine der bedeutendsten internationalen Kunstsammlungen Europas. Dort beheimatet ist auch die Kunstkollektion der ungarischen Adelsfamilie Esterházy. Die Ursprünge deren Sammlung reichen zurück bis ins 17. Jahrhundert, doch besonders unter Nikolaus II. Esterházy (1765-1833) gewann die Sammlung beträchtlich an Umfang und Wert. 1871 schließlich ging die Kollektion in den ungarischen Staatsbesitz über und wurde später zum größten Teil im Budapester Museum der Bildenden Künste untergebracht.





