„Angesichts des riesigen Handschriftenbestandes können die Finanzierung ihrer Erhaltung und die derzeit eben erst anlaufende wissenschaftliche Auswertung der Manuskripte nur in Form eines internationalen Konsortiums erfolgen. Eine enge Abstimmung mit den malischen Eigentümerfamilien, Behörden und Wissenschaftlern muss dabei die Grundlage aller Bemühungen um die Rettung dieses weltweit bedeutsamen Kulturerbes sein,” unterstrich Michael Hanssler, Vorsitzender des Vorstands der Gerda Henkel Stiftung.
Auf zwei weitere Aspekte des besonderen Stellenwerts der Handschriften verwies Abdel Kader Haïdara, Generaldirektor einer der größten Bibliotheken Timbuktus und einer der Hauptorganisatoren der Rettungsaktion: „Diese Manuskripte sind Teil des globalen kulturellen Erbes. Wir handeln also für die ganze Welt.” Zugleich machte er deutlich, dass die Rückführung der Manuskripte nach Timbuktu anzustreben ist: „Unser Ziel muss es sein, den Reichtum der Handschriften mit allen zu teilen.”
Fördermittel auch vom Auswärtigen Amt
Die Förderung der Maßnahmen ist ein Kooperationsvorhaben des Auswärtigen Amts, der Gerda Henkel Stiftung und weiterer internationaler Partner. Das Hamburger Centre for the Study of Manuscript Cultures (CSMC) unter Leitung von Michael Friedrich hat Umfang und Zustand der Manuskript- Bestände untersucht und unterstützt gegenwärtig deren Sicherung und Erhaltung. Die Gerda Henkel Stiftung hat bislang Fördermittel in Höhe von gut 600.000 Euro zur Verfügung gestellt. Das Auswärtige Amt hat die Rettung der Handschriften bereits mit 500.000 Euro gefördert und wird, wie das Ministerium heute bekannt gab, weitere 350.000 Euro bereitstellen.





