Als im Mai 1613 die Frankfurter vom Ausmaß der Verschuldung erfuhren, stürmte eine wütende Menge unter Führung von Vinzenz Fettmilch den Römer. Man glaubte sich der Unterstützung des Kaisers sicher, als es gelang, den Rat zu entmachten, doch stattdessen folgte die Reichsacht. Die Lage geriet außer Kontrolle; die Wut der Erbosten richtete sich gegen die jüdische Bevölkerung. Am 22. August 1614 zogen die Aufrührer plündernd durch die Judengasse und vertrieben die gesamte jüdische Gemeinde aus der Stadt. Erst die städtische Bürgerwehr konnte Einhalt gebieten. Die letzten Reste des Aufstands brachte der Kaiser zum Erliegen. Vinzenz Fettmilch wurde des Majestätsverbrechens angeklagt und am 28. Februar 1616 öffentlich hingerichtet.





