Seit 1757 betraf der Siebenjährige Krieg auch die Osnabrücker Region. Bis kurz vor der Schlacht bei Minden am 1. August 1759 wurde die Stadt durch französische Truppen besetzt. In den Wirren des Krieges wurden 180 gefälschte preußische Dritteltaler von 1758, versehen mit dem Konterfei des Preußenkönigs und in Leinen zu Bündeln gerollt, in einem Haus in der Osnabrücker Krahnstraße versteckt.
Erst nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die Münzen zufällig wiederentdeckt. Was sich zunächst als wertvoller Silberschatz ausnahm, entpuppte sich jüngst durch wissenschaftliche Analysen als Hort gefälschter Münzen. Wie kamen diese nach Osnabrück? Welche Rolle spielt das nahe Rathaus? Und überhaupt: Was ist hier eigentlich echt und was gefälscht? Anhand von Originalmünzen und zeitgenössischen Fälschungen spürt die Ausstellung „Hinter’m Rathaus versteckt – Preußen und Osnabrück anno 1758. Geschichten vom Krieg, vom Fälschen und vom Zufall“ diesen Fragen im Kulturgeschichtlichen Museum Osnabrück nach.
Mit dieser Sonderausstellung, die in Zusammenarbeit mit dem Verein „Münzfreunde Osnabrück“ entstand, erinnert das Kulturgeschichtliche Museum an die wechselvolle Geschichte des preußischen Königs Friedrich II. Der Geburtstag von Friedrich dem Großen jährt sich in diesem Jahr zum 300. Mal.





