Max Baur (1898–1988), einer der großen Fotografen des 20. Jahrhunderts, begann Mitte der 20er Jahre zu fotografieren. Stark durch die Avantgarde und das Bauhaus beeinflusst, entwickelte er in seiner künstlerischen Arbeit ebenso wie in der Auftragsfotografie einen eigenen Stil, der die formalen Ausdrucksmittel heutiger Fotografen vorwegnimmt. Baur wandte sich verschiedenen Genres zu, befasste sich aber besonders mit Architektur- und Industriefotografie, Sachfotografie sowie Landschaftsaufnahmen.
Potsdam mit seinen Schlössern und Gärten, allen voran der Park Sanssouci, bildet einen thematischen Schwerpunkt im vielseitigen Werk des Künstlers, der hier von 1934 bis 1953 lebte und wirkte. Wie keinem anderen ist es Max Baur in seinen Fotografien aus dieser Zeit gelungen, die Atmosphäre von Sanssouci in Lichtbildern von beeindruckender Präzision und meisterlicher Sensibilität zu interpretieren. Er gilt deshalb als der bedeutendste Potsdam-Fotograph des 20. Jahrhunderts.
Zugleich geben die rund 70 gezeigten historischen Aufnahmen einen Einblick in die Entwicklung der Schlösser und Gärten in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Ein Teil der Ausstellung widmet sich darüber hinaus dem Potsdamer Stadtschloss, vor und nach seiner Zerstörung im Zweiten Weltkrieg.
Die Ausstellung ist eine Kooperation mit steins art consulting – Max Baur Archiv, Frankfurt am Main.





