„Um das Denken in Schubladen aufzubrechen, lohnt es, die eigenen Vorstellungen davon, was ‚normal‘ und was ‚anders‘ ist, zu hinterfragen“, erklärt Sven Tetzlaff von der Körber-Stiftung, die den Wettbewerb seit 1973 zusammen mit dem jeweiligen Bundespräsidenten ausrichtet. Ob Henker im Mittelalter, Tüftler in der Neuzeit oder Punker in der jüngsten Vergangenheit: In der Geschichte habe es immer Menschen gegeben, die als „anders“ galten, so die Körber-Stiftung. Diskussionen um die Inklusion an Schulen oder die Rechte gleichgeschlechtlicher Partnerschaften zeigten, dass der Umgang mit Verschiedenheit unsere Gesellschaft nach wie vor bewege. Dabei habe Anderssein oft auch gesellschaftliche Fortschritte bewirkt, zitiert die Körber-Stiftung den Bundespräsidenten: „Dass wir heute in einem pluralistischen, offenen und toleranten Land leben, ist in manchen Bereichen den Außenseitern von einst zu verdanken, ihrem Eigensinn, ihrer Kreativität und Hartnäckigkeit, oft auch ihrer Opferbereitschaft“.
„Einander zu ähneln oder auch anders als der Andere zu sein, ist eine menschliche Grunderfahrung“, so die Körber-Stiftung. Wichtig jedoch sei es, „den Blick auf ‚Andere‘ in Vergangenheit und Gegenwart kritisch zu prüfen, die Zeitgebundenheit von Wertmaßstäben zu erkennen und das Verständnis für unterschiedliche Lebensentwürfe und das Zusammenleben in Verschiedenheit zu fördern“. Auf ihrer historischen Spurensuche sollen die Schülerinnen und Schüler das Thema „Anders sein“ deswegen an einem Beispiel erforschen. Fragen hierbei können sein, was früher als anders galt und wie sich der Umgang mit Außenseitern in der Geschichte verändert hat. Neben schriftlichen Arbeiten können auch kreative Beiträge wie Filme oder Hörspiele eingereicht werden.
Zum Wettbewerbsstart erscheint das Magazin „Spurensuchen“ der Körber-Stiftung mit den offiziellen Unterlagen und zahlreichen Anregungen und Themenbeispielen. Unter dem folgenden Link kann das Heft zum aktuellen Wettbewerb bestellt werden:
http://www.koerber-stiftung.de/bildung/geschichtswettbewerb/portraet/magazin-spurensuchen.html





