Zum Inhalt springen
DAMALS - Das Magazin für Geschichte
AnmeldenAbonnieren
  • Geschichte & Archäologie
  • Zeitpunkte
  • Ausstellungen
  • Rezensionen
  • Podcast
  • DAMALS Plus
DAMALS - Das Magazin für Geschichte
  • Geschichte & Archäologie
  • Zeitpunkte
  • Ausstellungen
  • Podcast
  • Rezensionen
DAMALS-Newsletter
Spannende Geschichten aus der Geschichte direkt in Ihr Postfach.

Leserservice

  • Probeabo
  • Einzelheftverkauf
  • DAMALS Marktplatz

Info

  • AGB
  • Impressum
  • Datenschutz
  • Barrierefreiheit
  • Vertrag widerrufen
  • Datenschutzeinstellungen

Kontakt zur Redaktion

DAMALSErnst-Mey-Str. 8
70771 Leinfelden-Echterdingen

Tel: +49 (0)711 7594-447
E-Mail: damals@konradin.de
Folgen Sie uns
Konradin Mediengruppewissenschaft.denatur.de
© 2026 DAMALS
Startseite/Artikel
Historischer Kriminalfall: Caesars letzte Tage

Historischer Kriminalfall: Caesars letzte Tage

„Die Geschichte von Caesars Ermordung beginnt 400 Jahre vor seiner Geburt“ – der Autor des Buches, der Oldenburger Althistoriker Michael Sommer, baut mit dieser kühnen These gleich zu Beginn Spannung auf. Es geht um das vielleicht berühmteste Attentat der Weltgeschichte. An den Iden des März, dem 15. März des Jahres…
05. September 2025
Lesezeit
2 Minuten

Das gelingt ihm sehr gut. Das Buch hat vier große Kapitel. Sie sind überschrieben mit: Republik, Diktatur, Verschwörung, Attentat. Darin werden minutiös die Vorgeschichte des Mordes sowie die Tat selbst entwickelt. Vor allem konzentriert sich der Autor auf die beteiligten Einzelpersonen, die alle vier Kapitel dominieren, angefangen von Lucius Junius Brutus, dem Begründer der Republik 509 v. Chr. Natürlich stehen die drei Haupttäter Cassius, Brutus und Decimus Brutus im Zentrum, aber nicht nur Täter, sondern überhaupt Personen, die irgendwie involviert waren, und auch solche, die gar nicht involviert waren – zum Beispiel Calpurnia, die Ehefrau Caesars, und Kleopatra. Richtig Fahrt nimmt das Buch mit den feinen, einfühlsamen Psychogrammen im dritten Abschnitt zur Verschwörung auf.

Nicht immer glücklich, weil unverständlich gewählt, sind die Überschriften der kleineren Abschnitte; manchmal sucht man nach dem Zusammenhang mit dem Text. Viele ausführliche Quellenzitate und Münzabbildungen machen die Lektüre lebendig. Forschungsdiskussionen gibt es naturgemäß nicht, aber der Autor versetzt die Leser in Gedankenwelten und Handlungsoptionen der beteiligten Personen – spannend, lebhaft und manchmal sprachlich ein wenig übers Ziel hinausschießend (wie zum Beispiel auf Seite 252: „Und er selbst, Gaius Cassius. Der starke Arm der Verschwörung. Ihre Faust. Ihr Herz. Und ihr Kopf. Sechzig Männer. Ein Plan“).

Um den Kriminalfall immer wieder ins Gedächtnis zu rufen, wird mehrfach ein „Aktenvermerk des Historikers“ eingeschoben. Das Buch endet mit einem „Postscriptum des Historikers“, einem Ausblick auf das Schicksal der Verschwörer bei Philippi 42 v. Chr. und dann auf den „neuen Caesar“, den Kaiser Augustus, der es besser machte als sein Vater.

Der Autor ist ein profunder Kenner der römisch-republikanischen Geschichte, seine Urteile zur politischen und gesellschaftlichen Ordnung, zu den zentralen Persönlichkeiten wie Caesar und Cicero sind, auch wenn der Rezensent manches anders sieht, immer wohlbegründet, so dass das Buch in jedem Fall empfohlen werden kann. Ein echtes, spannend geschriebenes Lesebuch, das auch sehr gut lektoriert wurde – mehr und mehr eine Seltenheit; C. H. Beck und seinem Lektorat sei es gedankt.

Rezension: Prof. Dr. Ernst Baltrusch

Michael Sommer
Mordsache Caesar
Die letzten Tage des Diktators
Verlag C. H. Beck, München 2024, 316 Seiten, € 26,–

BuchCaesarNbspRezension

Weitere Artikel

Weitere aktuelle Artikel aus der Rubrik dieser Kategorie.

Komplexe hydraulische Systeme versorgten Saladins Zitadelle
Geschichte & Archäologie

Komplexe hydraulische Systeme versorgten Saladins Zitadelle

11. Juni 2026

Die im Mittelalter von Sultan Saladin errichtete Zitadelle ist noch heute eine der herausragenden Sehenswürdigkeiten von Kairo. Jetzt haben…

DAMALS-Podcast, Folge 164: Warum die erste Fußball-WM in Uruguay war
Geschichte & Archäologie

DAMALS-Podcast, Folge 164: Warum die erste Fußball-WM in Uruguay war

11. Juni 2026

Die erste Fußballweltmeisterschaft fand 1930 in Uruguay statt. Aber warum eigentlich gerade dort? Bis dahin hatten die großen europäischen…

Rätsel um kopflose Skelette geht weiter
Geschichte & Archäologie

Rätsel um kopflose Skelette geht weiter

9. Juni 2026

Kopflose Skelette aus einem jungsteinzeitlichen Siedlungsgraben in der Slowakei geben Archäologen weiterhin Rätsel auf. Denn warum Menschen…

Mammutfund erweist sich als steinzeitliches Cold Case
Geschichte & Archäologie

Mammutfund erweist sich als steinzeitliches Cold Case

8. Juni 2026

Cold Case: Ein bei Regensburg entdecktes Mammutskelett hat sich als wichtiges Zeugnis der menschlichen Frühgeschichte entpuppt. Denn…

Zur Startseite