Die Historiker sind sich einig, dass das nationalsozialistische Deutschland unter den in den Spanischen Bürgerkrieg eingreifenden Mächten eine entscheidende Rolle spielte. Hitler selbst hatte in seinen „Tischgesprächen“ geäußert, Franco solle den „Junkers 52“ („Ju 52“), die die Luftbrücke von Spanisch-Marokko über die Meerenge von Gibraltar nach Festlandspanien gebildet hatten, ein Denkmal errichten, da die „spanische Revolution“ diesem Flugzeugtyp ihren Sieg zu verdanken habe.
Die Motive für das deutsche Eingreifen wandelten sich allerdings im Verlauf des Konflikts. Durchgängig nachweisbar ist die antikommunistische Argumentation. Zwar war den NS-Machthabern im Sommer 1936 sicher bekannt, dass von Spanien keine ernsthafte kommunistische Bedrohung ausging, doch Hitlers Spanien-Politik war Teil eines übergeordneten außenpolitischen Kalküls. In der „Denkschrift über die Aufgaben eines Vierjahresplans“, die Hitler im Sommer 1936 anfertigte, bezeichnete er die „Notwendigkeit der Abwehr der bolschewistischen Gefahr“ als die wichtigste Erwägung deutscher Politik. …
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Prof. Walther L. Bernecker





