Auf dem Sondergleis der Kaserne Dossin im belgischen Mechelen werden 1048 jüdische Menschen in einen Zug gequetscht – 401 Frauen, 383 Männer, 113 Mädchen, 151 Jungen. Darunter ist Mala Zimetbaum, 24 Jahre alt. Es ist der 15. September 1942, der „Transport X“ steht an. Seit „Transport I“ am 4. August 1942 werden Juden aus Belgien, die sich in der Kaserne melden müssen, angeblich zum „Arbeitseinsatz“, in den Osten transportiert, nach Polen.
15. September 1944: Tausende gefangene jüdische Frauen im Frauenlager Auschwitz-Birkenau müssen am Nachmittag ansehen, wie Mala Zimetbaum von einem SS-Mann auf einen zentralen Platz geführt und ihr Todesurteil von der SS-Lagerleiterin verlesen wird. Mitten in dieser mörderischen Inszenierung schneidet sich Mala Zimetbaum mit einer Rasierklinge ins Handgelenk, schlägt dem SS-Mann ins Gesicht und ruft: „Mörder, ihr werdet bald für eure Taten
büßen.“





