Zwei übergeordnete Ziele verfolgten Erziehung und Sozialpolitik in der DDR. Eines war wirtschaftlicher, das andere ideologischer Natur: Zum einen ging es – angesichts des chronischen Arbeitskräftemangels – um die Sicherstellung der vollen Berufstätigkeit der Frauen. Dafür wurde in Form von Krippen und Kindergärten eine umfassende Infrastruktur aufgebaut. Andererseits sicherte sich der Staat die Kontrolle über alle Institutionen, die Kinder und Jugendliche während des Heranwachsens durchliefen. Ziel war es, die „sozialistische Persönlichkeit“ zu erziehen und zu fördern – in Form loyaler Staatsbürger.





