Die Menschen, die vor 35.000 bis 12.000 als Jäger und Sammler die eiszeitlichen Landschaften Europas durchstreiften, beschäftigten sich bereits damit, Gegenstände künstlerisch zu verzieren und ihre Realität der Umwelt abzubilden. Sie stellten feine Schnitzereien, Schmuckobjekte, verzierte Steinplatten sowie kleine Figuren her – daneben entstanden in Südwesteuropa aber auch großformatige, mehrfarbige Höhlenbilder, die vorwiegend die Tierwelt darstellen. Sie zeugen von der Fantasie und Spiritualität der Künstler, aber auch von ihrer Kunstfertigkeit.
Die Ausstellung „Bilder im Dunkeln – Höhlenkunst der Eiszeit” zeigt wandfüllende Reproduktionen berühmter Malereien aus 50 Höhlen. Sie beruhen auf der Diasammlung des Fotografen Heinrich Wendel, der vor Jahrzehnten diese prähistorischen Kunstwerke dokumentierte. Im Museum werden die Bilder im Dunkeln präsentiert – genau wie die Forscher sie vor Ort vorfanden. Die Dunkelheit entspricht aber auch den Umständen der Entstehung, in der die Malereien trotz der unwirtlichen Bedingungen in einer Höhle auf die Wände aufgetragen wurden. Daneben wird auch erläutert, wie die Bilder entstanden sind und vor welchem Kontext die interpretiert werden können.





