Oftmals scheint es aus heutiger Sicht, als ob diese Phänomene ein Kennzeichen der Gegenwart sind. Doch auch schon in früheren Jahrhunderten haben Menschen ihre Heimat aus den verschiedensten Gründen verlassen und in der Ferne ihr Glück gesucht. Entweder suchten sie Sicherheit, Freiheit oder Arbeit. Oft trieb sie pure Not, manchmal der Glaube, die Liebe oder die Neugier in die Fremde.
Die Stadt Basel hat ein besonderes Verhältnis zu dem Thema. Als wirtschaftliches und industrielles, wissenschaftliches und kulturelles Zentrum sowie als Grenzstadt war sie stets ein Ziel für Migranten. Einwanderer haben die Stadt und das Leben dort nachhaltig geprägt. Dagegen haben Söhne und Töchter Basels ebenfalls als Migranten andernorts ihre Fußspuren hinterlassen.
Die Sonderausstellung widmet sich den Basler Ein- und Auswanderern. Mit Blick auf die Geschichte wird deutlich, dass so manche vermeintlich moderne Erscheinungen wie weltweiter Handel, internationaler Wissenstransfer und Fernreisen gar nicht so neu sind. Mit der Ausstellung will das Museum dazu beitragen, die Wahrnehmung der Gegenwart zu relativieren und einen neuen Blickwinkel auf Migration und Migranten zu eröffnen.





