Als „erste Kränkung der Menschheit“ bezeichnete Jahrhunderte später Sigmund Freud Kopernikus’ These, die die Erde und damit die Menschheit aus dem Zentrum des Universums drängte. Kopernikus, der kurz nach dem Druck seines Werkes am 24. Mai 1543 starb, hatte wenig von der Sprengkraft geahnt, die seine Arbeit, noch heute ein Meilenstein der Naturwissenschaft, entfalten sollte. Doch selbst die kirchlichen Autoritäten zeigten sich seinem Werk zunächst keineswegs feindlich gesonnen. Erst als Galileo Galilei im 17. Jahrhundert seine auf Kopernikus fußen den Thesen mit dem Anspruch verteidigte, die absolute Wahrheit zu verkünden, geriet auch „De revolutionibus orbium coelestium“ auf den Index der verbotenen Bücher.





