Karoline Luise war talentiert und verfügte über großen Kunstverstand. Sie wurde von zwei bedeutenden Künstlern, dem Pastellmaler Jean-Étienne Liotard und von Joseph Melling, einem Schüler von François Boucher, im Malen und Zeichnen unterrichtet. Zahlreiche Kopien von Meisterwerken aus ihrer Hand sind erhalten.
In der kurzen Zeit zwischen 1759 und 1763, mitten im Siebenjährigen Krieg, gelang Karoline Luise der Ankauf einer Sammlung, die sie „eher erlesen als umfangreich” nannte. Diese umfasste rund 200 Werke hauptsächlich niederländischer und französischer Maler des 17. und 18. Jahrhunderts, darunter Bilder von Rembrandt, François Boucher oder Jean Siméon Chardin.
Alle Werke aus der eigenen Schatulle bezahlt
Alle Gemälde hat sie übrigens aus der eigenen Tasche bezahlt, nicht aus der ihres Mannes, des Markgrafen Karl Friedrich. Für die Ausstellung wurde der ursprüngliche Bestand ihres „Mahlerey-Cabinets”, von dem etliche Bilder verkauft worden waren, wieder zusammengetragen.
Die umfangreiche Korrespondenz der Markgräfin – ihre Briefe und andere Dokumente füllen 150 Bände – zeigt dazu das große Netzwerk der Sammlerin. Der vorzügliche Katalog ist im Deutschen Kunstverlag, Berlin/München, erschienen.





