Dass man überhaupt etwas über die Vorgänge im Warschauer Ghetto weiß, ist einer Gruppe um den Historiker Emanuel Ringelblum zu verdanken, die selbst im Ghetto lebte und der Unglaubliches gelang: Mehr als zwei Jahre lang sammelte sie Zehntausende von Dokumenten über das Leben und Sterben vor Ort. Auf diese Weise entstand ein Archiv, das – in Blechkisten und Milchkannen vergraben – den Krieg überdauerte. Die Ausstellung erzählt von diesem mutigen Unterfangen und von der Verfolgung und Vernichtung der Juden im Ghetto. Neben Reproduktionen von Archivmaterial und historischen Filmausschnitten ist rund ein Dutzend Originalexponate aus dem Archiv zu sehen, darunter Tagebücher, Berichte, Statistiken, Briefe, Lebensmittelkarten, Fotografien, Zeitungen und Untergrundzeitschriften.





