Zu Beginn der zumeist nüchternen Aufzeichnungen steht die Beschreibung des „majestätischen Leichenzuges“, mit dem Graf Mirabeau zu Grabe getragen wurde, der „Adler der Nationalversammlung“. Viele Exzesse des Terreur weiß Guittard von seinem bürgerlich geprägten Stadtviertel aus zu beschreiben – besonders bedrückend wirken die langen Listen der Guillotinierten. Er nahm an den großen Inszenierungen der Revolution teil und beklagt die Not der Hungerjahre, die auch ihn betraf. Ein Urteil über die Geschehnisse wagt er zumeist nicht – das müsse die Geschichte sprechen.
Rezension: Talkenberger, Heike





