Mit dem Ersten Weltkrieg aber war die Situation schwieriger geworden. 10 000 Indianern, die als Soldaten im Krieg für die USA gekämpft hatten, wollte der Kongress die US-amerikanische Staatsangehörigkeit zuerkennen, doch es war problematisch, sie dazu zu zwingen, ihre Stammeszugehörigkeit aufzugeben. Mit der Unterschrift von Präsident Calvin Coolidge trat am 2. Juni 1924 der „Indian Citizenship Act“ in Kraft, der nun allen Indianern uneingeschränkt die Bürgerrechte garantierte. Das Gesetz fand nicht nur Befürworter: Die Indianer sahen durch eine automatische Inkorporierung ihre Souveränität beschnitten; die Einzelstaaten waren oft nicht gewillt, dem einst „tödlichsten Gegner“ etwa das Wahlrecht zu garantieren. Erst der „Indian Reorganization Act“ von 1934 und schließlich der „Voting Rights Act“ von 1965 beendeten diesen Zwist. Seitdem sind Indianer Angehörige dreier Hoheitsbereiche: der USA, des Bundesstaats, in dem sie leben, und ihres Stammes.





