Aus römischer Sicht huldigten die fernen Völker Augustus wegen seiner politischen Leistungen. So meint etwa der Biograph Sueton, Augustus’ „Ruf der Rechtschaffenheit und Mäßigung“ habe die Inder veranlasst, um die Freundschaft der Römer zu bitten. Der spätantike Schriftsteller Orosius vergleicht Augustus gar mit Alexander: So wie dieser Herrscher spanische Gesandte in Babylon empfangen hatte, kämen nun indische Gesandte zu Augustus nach Spanien. Dieses Bild dürfte allerdings eher römisches Wunschdenken gewesen sein. Die Handelskontakte aber wurden immer enger: In der Mitte des 1. Jahrhunderts soll der Warenwert des jährlichen Imports aus dem fernen Osten über 100 Millionen Sesterzen betragen haben. Auf Elfenbein, Gewürze, Seide und andere Luxusgüter aus Indien hätten die Damen der Oberschicht, so Plinius, nicht mehr verzichten wollen.





