Es war die Zeit des Terrors 1793. Während die Französische Revolution immer schneller ihre Kinder fraß, dachten einige Revolutionäre kulturpolitisch: Die Cembali, Harfen oder Violoncelli, die sie in den Häusern geflohener oder ermordeter Adliger vorgefunden hatten, sollten nun dem Volk gehören – als Keimzelle einer neuen französischen Musikkultur.
Von dieser Aufbruchstimmung gibt es noch Zeugnisse im Musée de la musique: etwa ein Gemälde, das den jungen Komponisten Étienne-Nicolas Méhul (1763–1817) zeigt, wie er in Paris versucht, den Menschen auf der Straße die Gesänge der Revolution beizubringen. Vor diesem Gemälde entdeckt der Besucher eine Tuba aus Messing: Sie wurde 1791 gespielt, als man die Asche des Philosophen Voltaire feierlich in den Pariser Panthéon überführte.





