Internationale Anerkennung erhielt Casement, als er das grausame Regime des belgischen Königs Leopold II. im Kongo anprangerte. Nach seiner Diplomatenlaufbahn trat er 1913 der irischen paramilitärischen „Freiwilligen Armee“ bei, die die Unabhängigkeit Irlands forderte. Im Ersten Weltkrieg erhofften sich die irischen Kämpfer von der deutschen Armee Unterstützung im Kampf gegen den gemeinsamen Feind Großbritannien. Als Werber für diese Sache fuhr Casement nach Berlin. Es gelang ihm jedoch weder, eine Freiwilligenbrigade aus irischen Kriegsgefangenen zusammenzustellen, noch, die deutsche Regierung zur Lieferung von genügend Waffen zu bewegen. Der für Ostern 1916 geplante Aufstand war zum Scheitern verurteilt. Casement reiste umgehend nach Irland, um die schlechte Nachricht zu überbringen, wurde jedoch an der Küste gefaßt, in England wegen Hochverrat und Spionage verurteilt und am 3. August 1916 gehängt.





